Und täglich grüßt das Murmeltier: Verbot von Gewaltspielen
plus minus gleich

Und täglich grüßt das Murmeltier: Verbot von Gewaltspielen

0 Trackbacks

Als ob nicht alle paar Wochen genug wären, nein, jetzt geht es mal wieder in die nächste Runde:

Das "Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden" fordert den Bundestag u.a. dazu auf, die komplette Herstellung von Gewaltspielen zu verbieten.

Da fragt man sich doch, in welcher kleinen Welt solche Leute leben - was interessiert die USA, China oder Europa, ob wir hier das Herstellen verbieten? Dann wandern unsere guten Spiele-Schmieden mit ihren Jobs, ihren kreativen Ideen und ihrem Ruf eben ins Ausland.


Manchmal fragt man sich, was diese immer wieder aufkommenden Forderungen eigentlich sollen.

Man könnte daran zweifeln, ob diese Leute wirklich an alle Konsequenzen denken die da entstehen, durch das was sie da fordern.

Schauen wir uns den alten CS Shooter an. Ich kann mich noch erinnern, wie dieser in Verruf geraten ist, an Schulen verboten worden ist, an öffentlichen Computern der Stadt unterbunden werden sollte, etc ... - was hat das alles gebracht? Genau, das Teil wurde auf LAN Partys weiter verteilt, irgendwer kannte wen der einem das Spiel eh geben konnte und siehe mal an, das ganze herausgeschmissene Geld an Software, dass die "staatlichen PCs" vor Aufspielung solcher Software schützen sollte, brachte mal genau null. Erst ab dem Verbot wurde das Spiel immer interessanter für die meisten, selbst wenn sie nach einmal ausprobieren gemerkt haben, dass es gar nichts für sie ist.

Wenn ein "ungehinderter Zugang zu gewaltrelevanten Computerspielen" ein so drastisches Problem für unsere Gesellschaft ist (und scheinbar nur in Deutschland, überall sonst auf der Welt scheint man es gar nicht erst zu versuchen so was zu unterbinden - schließlich funktionieren nicht alle Menschen gleich und werden sofort zu Terroristen), dann könnte man sich genauso fragen, wer die vielen Rekruten der Bundeswehr psychologisch eingehend prüft. Da halte ich einige für wesentlich labiler als die Masse der Computerspieler. Ist da nicht der ungehinderte Zugang zur Tötungsausbildung, zu Waffen, etc. etwa kein Risikofaktor?

Wer kontrolliert denn nach einem Saufabend in der Altstadt, ob der eine oder andere Aggressionspotential hat? Für was haben wir lauter Türsteher? Sollte da nicht auch der Alkohol verboten werden, so als genereller Risikofaktor? Oder nehmen wir den Kampfsport - wie viele davon nutzen das wirklich nur als Sport oder als Verteidigungsmaßnahme? Sind da nicht auch einige dabei, die da vermutlich etwas anderes mit erreichen wollen - ein ungehinderter Zugang zu sportlichen Tätigkeiten, die unter Umständen auch Tötungspotenzial haben - ein Risikofaktor!

Liebe Leute des Aktionsbündnisses, ich dachte, wir leben in einer tolleranten und aufgeklärten Gesellschaft - man kann nicht alle Menschen über einen Kamm scheren und man kann nicht mit Großkalibern auf Spatzen schießen - gerade IHR solltet das doch verstehen. ;)

Den ganzen Artikel findet ihr hier bei Heise Online.

E-Mail Drucken PDF
Zuletzt aktualisiert am Montag, Juli 05 2010
Sie können einen Trackback für diesen Artikel hinterlassen, indem Sie diesen Trackback Link verwenden

Werbung


Interesse an dieser Werbefläche?
Werbebanner 120x600px

Schreiben Sie uns! webmaster@itwissen-blog.de