Stop-Schilder für Raubkopierer
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Stop-Schilder für Raubkopierer

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Die Justinministerin Leutheusser-Schnarrenberger plant eine Art Stop-Schild-Aktion für jegliche illegale Taten, wie z.B. Raubkopieren, im Internet.

Wenn es nach Ihr ginge, soll damit eine gewisse erzieherische Arbeit geleitet werden und Ihrer Meinung nach, könnte man damit den einen oder anderen von der geplanten Aktion abbringen.

Wie das Ganze allerdings umgesetzt werden soll wurde bisher nicht beantwortet. Denn so einfach die Idee klingt, sie wirft eine Menge Fragen und Probleme auf.

So würde ein solcher Filter bedeuten, dass jeder Provider jeden Nutzer erst einmal unter Generalverdacht stellen müsste und jede Seite filtert und aussortiert und analysiert. Ebenso müsste gewährleistet sein, dass diese Benutzeranalyse nicht gespeichert, sondern nur zur Verarbeitung genutzt wird.

Zwei riesige Probleme, denn erstens irgendwo werden immer Daten gespeichert - und selbst wenn es nur für 5 Minuten wäre. Überall wo Menschen arbeiten macht auch einer Unfug mit irgendwelchen Daten. Da reichen auch 5 Minuten aus, um gezielt jemandem schaden zu können - wenn man das denn wirklich wollen würde.

Das zweite Problem wäre dieser Filter. Es müsste eine zentrale Stelle für alle Provider geben, die auf diese Datenbank zugreifen können. Wer kontrolliert diesen Filter, wer stellt diesen ein, wer unterhält ein solch riesiges Projekt das jeden Tag mehrmals aktualisiert werden müsste?

Fragen über Fragen ... die Justizministerin schießt wieder mit heißen Ideen, aber vermutlich wird es im Sande verlaufen. Eventuell ist einfach auch nur etwas positive Publicity in Zeiten der Not in der Politik notwendig, wer weiß ...

Mehr dazu auf Spiegel Online gibt es hier.

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