Der Killerspiel Killer - Fluch oder Segen?
plus minus gleich

Der Killerspiel Killer - Fluch oder Segen?

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Der Killerspiel Killer - eine Software, die erst letzten Mittwoch bei Stern.TV gezeigt worden. Der eine oder andere wird es vielleicht mitbekommen und gesehen haben.

Erst vor einiger Zeit war mal wieder ein Beitrag bei Stern.TV gewesen, wo die "bösen" Online Spiele wie World of Warcraft auseinander genommen worden sind und jeder der sich mit dem Thema nicht auseinandersetzt, vermutlich auch noch den Unfug glaubt, der dort mal wieder gezeigt worden ist. Eines der tollen Beispiele war ja, dass gefühlte 99% der Spieler/innen nicht mehr auf die Toilette gehen, sondern Cola-Flaschen nebendran stehen haben. Da kann man eigentlich nur mit den Augen rollen, denn Unwissende glauben so einen Müll mit Sicherheit. Da ist das Thema "Killerspiel-Killer" aus der aktuellen Folge auch wieder so ein zweischneidiges Schwert.

Denn ist solch eine Software Fluch oder Segen, um das doch immer wieder aufkochende Thema sinnvoll näher zu beleuchten?

Meiner Meinung nach ist auch diese Software wieder nur ein Mittel zum Zweck. Um eine Masse an PCs an Schulen oder öffentlichen Gebäuden zu "säubern", ist das Ganze sicher sehr nett - auch mit der Option, dass das Ganze direkt gelöscht werden kann.

Aber für den Hausgebrauch? Schließlich ändert sich nichts daran, dass die Eltern sich dennoch mit dem Thema auseinander setzen müssen und sich schlau machen müssen. Anders wird es wohl kaum gehen. Da ändert auch eine solch nett und einfach gehaltene Software nichts.

Und mal ehrlich - wenn jemand wirklich psychisch labil ist, wird diese Software durch das Erspähen solcher Spiele mit Sicherheit auch kein besseres soziales Umfeld verpassen, alte Wunden und Probleme aus der Familie und Vergangenheit beseitigen oder gar Vergewaltigung oder schlechte Erziehung oder eine perspektivlose Zukunft beseitigen.

Da fallen mir immer wieder die anderen Themen wie Alkohol oder Rauchen oder andere Drogen in unserer Gesellschaft ein - würden diese blos auch mal so viel Beachtung geschenkt bekommen. Auch das Thema Magersucht (Anorexia nervosa) wäre ein Thema, das viel energischer angegangen werden müsste. Ich habe persönlich in den letzten Jahren oft genug erlebt, wie das Ganze teilweise bei unter 10 jährigen schon aufkommt.

Aber scheinbar kann man mit den legalen Drogen immer noch zu viel Geld machen, als das es sinnvoll wäre, effektive Aufklärung und Hilfe anzubieten. Dann lieber weiter aus der Klischée Kiste bedienen und die böse, böse IT & Media Branche angreifen.

Bin gespannt wann es die Handy-Sucht gibt ... immerhin hat doch jeder 9te in Deutschland ein Handy. Oder wie war das, über 90% haben einen Breitbandanschluss? Wenn man in den Krümeln sucht, findet man ja zum Glück immer etwas.

Aber ohne wäre es ja auch langweilig ... und zum Lachen hätten wir dann vielleicht auch weniger, bei solcher Weltfremdheit.

Zum Nachlesen und Anschauen, bitte diesen Artikel lesen (Quelle). 

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, Juni 11 2010
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